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21.02.2017
BSK Aktuell, Kampfberichte

Heimsieg gegen Nordhausen


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Der Heimmannschaft genießt im Sport immer einen Vorteil, sagt man. Sie tritt in gewohnter Umgebung an und hat das Publikum hinter sich. So war die Ausgangslage auch, als der BSK Hannover-Seelze am vergangenen Samstag den Nordhäuser SV zu Gast hatte. Doch trotz des Heimvorteils sah man der Herausforderung alles andere als gelassen entgegen. „Nordhausen ist in meinen Augen die stärkste Mannschaft der Liga“, sagt BSK-Coach Arthur Mattheis. „Das man dann eine solche Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nimmt, ist klar.“

Bevor es jedoch ans Eingemachte ging, wurden die zahlreichen Gäste in „Wohnzimmer“ des BSK, dem Autohaus Günther, erst mal durch Einlagekämpfe auf das folgende Bundesliga-Spektakel eingestimmt. Den Anfang dabei machte Emrah Even (bis 49 kg), der sein Debüt im Ring gab und dafür Edgar Gensch (BC Heros) vor die Fäuste bekam. Dieser setzte dann auch die genaueren Treffer und konnte gegen den mutig kämpfenden Even, der in der letzten Runde noch einmal aufdrehte und harte Treffer setzen konnte, einen Sieg erringen. Als nächstes stand ein vereinsinternes Duell des Seelzer Nachwuchses an: Maxim Schedel (bis 37 kg) trat gegen Kevin Radun an und konnte nach einem harten Gefecht den Ring als knapper Sieger verlassen. Der letzte Einlagekampf fand einige Alters- und Gewichtsklassen höher statt. Armenak Hovanesyan (bis 82 kg) traf dabei auf Volkan Cakmak (BC Kenpokan). Beide agierten geschlossen und feuerten harte Schlagserien ab, bei denen der Seelzer jedoch ein paar Hände mehr ins Ziel bringen konnte, was auch die Punktrichter so sahen.


Dann begannen die Ligakämpfe, bei denen die Gäste aus Thüringen direkt ein Ausrufezeichen setzen konnten: Domenik Hirsch (bis 56 kg) musste gegen den im Vorwärtsgang boxenden Sharafa Raman (der einst selbst für den BSK in den Ring gestiegen ist) einen Punktabzug wegen Klammerns hinnehmen. Aber auch Raman wurde vom Unparteiischen ermahnt, da er zu oft zu tief mit dem Kopf abtauchte. Dennoch konnte er den ersten Erfolg für NSV verbuchen.

Im Duell zwischen Mert Yikilmaz (bis 60 kg) und Roland Galos legten die Gäste nach, Yikilmaz fand gegen den technisch überlegenen Kontrahenten, der immer wieder mit harten und klaren Treffern durchkam, kein Mittel.

Dann allerdings meldeten sich die Hausherren zurück. Sewak Miroyan (bis 64 kg) konnte durch technisch geschicktes agieren, mit dem er immer wieder die Deckung von Eugen Dahinten knackte, die ersten Zähler für den BSK einheimsen.

Ebenso rund lief es für Agon Gashi (bis 69 kg) gegen Olcay Imsek. Der BSK-Athlet dominierte durch geschickte Deckungsarbeit und Arbeiten aus der Distanz den Kampf – und das so deutlich, dass sein Gegner zweimal angezählt werden musste.

Eine wahre Ringschlacht sah das Publikum beim Kampf von Naziri Piraki (bis 75 kg) gegen Vjaceslaw Spomer. Der Thüringer setzte Piraki mit variablen Serien unter Druck, doch der Lokalmatador fand zurück zu seiner Linie, sodass sich beide Faustkämpfer in der letzten Runde einen wilden Schlagabtausch lieferten, in dessen Verlauf sich Spomer durch einen unabsichtlichen Ellenbogenstoß einen Cut zuzog. Nach dem Schlussgong verließ Piraki den Ring als Sieger.

Die Gäste gaben jedoch noch nicht auf: Peter Mullenberg (bis 81 kg) besiegte in einem sauberen, auf Augenhöhe geführten Kampf den Seelzer Arkadiusz Szwedowicz.

Der Publikumsliebling und zweifache Deutsche Meister Eugen Schellenberg (bis 91 kg) wurde seinem Ruf als Punktelieferant dagegen gerecht – wenn auch auf eher unschönem Weg. Gegen den mutig agierenden Nikolaus Weizmann begann er stark und drängte ihn immer wieder in die Seile, wo er mit kraftvollen Kombinationen punktete. In der zweiten Runde jedoch floss Blut – der BSK-Athlet hatte durch einen Kopfstoß einen Cut erlitten. Die Konsequenz: Schellenberg wurde zum Sieger durch Disqualifikation erklärt. Nun konnten die Hausherren nicht mehr verlieren. Um aber auch über ein Unentschieden hinauszukommen, war ein Sieg im Superschwergewicht (über 91 kg) nötig. Für diesen sollte Pawel Wierzbicki sorgen. Er stieg zu Roman Gorst ins Seilgeviert, wo er sich dank konditioneller Überlegenheit schnell einen Vorsprung auf den Punktezetteln erkämpfen konnte. Im Schlussdurchgang dreht der Nordhäuser zwar noch auf und die beiden „schweren Jungs“ lieferten sich einen heftigen Schlagabtausch, einen Sieg Wierzbickis und damit den Gesamtsieg des BSK konnte das jedoch nicht mehr verhindern.

„Das war eine klasse Leistung unseres Teams“, jubelte Mattheis. „Heute hat alles gepasst. Die Jungs haben alles gegeben und die Zuschauer ebenfalls. Das lag zum einen an den großartigen mitgereisten Gästefans, die ordentlich Stimmung gemacht haben, aber vor allem haben unsere eigenen Anhänger wieder dafür gesorgt, dass das Autohaus zu einem wahren Hexenkessel wird. Diese Stimmung hat uns unglaublich gepusht.“ Das Selbstvertrauen will der BSK-Coach nutzen, um in den beiden noch ausstehenden Auswärtskämpfen der Saison Siege einzufahren. „Jetzt sind wir in Fahrt und lassen uns nicht so leicht stoppen“, lacht er.


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