Großer Andrang bei der 8. Frauen EM in Rotterdam

DBV- Teilnehmerinnen kehren ohne Medaille heim

Die 8. Europameisterschaften der Frauen in Rotterdam waren mit 153 Teilnehmerinnen von insgesamt 31 europäischen Nationen sehr gut bestückt.

Der DBV war mit sieben Damen mit dabei, die sich dort sehr gut in Szene setzen, doch kein Glück bei der Zuslosung der Gegnerinnen hatten, oder, wie uns die Mannschaftsleitung der Delegation wissen ließ, Pech bei der Bewertung der entstandenen Urteile.

So mußte Julia Irmen (KKV Regensburg) gleich in Ihrem 1. Gefecht gegen die dreifache Weltmeisterin Katie Taylor aus Irland antreten. Der Kampf wurde auf hohem Niveau ausgetragen und Julia Irmen gestaltete die Anfangsrunde auch völlig ausgeglichen.

Dank ihrer guten Vorbereitung und hervorragender Kondition bereitete sie der Weltmeisterin Katie Taylor speziell in der Schlussrunde durch spektakuläre Angriffe große Probleme, doch fiel der Sieg der Irin mit 15:7 sicher etwas zu hoch aus. Katie Taylor verteidigte dann auch im Finale ihren Europameistertitel.

Den einzigen überlegenen Erfolg für die DBV- Staffel steuerte die erfahrene Elena Walendzik (BSK Seelze) in überzeugender Manier bei, doch im nächsten EM-Duell traf sie im Viertelfinale auf die amtierende Weltmeisterin Elena Saveleva, hielt sich wacker, mußte am Ende doch eine 8:19 Punktniederlage hinnehmen. Die Russin erboxte sich dann auch die Europameisterschaft.

Durch ein Freilos kam auch Nadine Appetz ins Viertelfinale, doch gegen die routinierte Marichelle de Jong (Holland) hatte sie einen schweren Stand und unterlag nach Punkten.

Marichelle de Jong wurde Europameisterin und sicherte der Niederlande die Goldmedaille.

Im Verlauf der EM hatten die deutschen Athletinnen das Pech gepachtet, denn es ent- wickelte sich eine rabenschwarzer Serie, auch, wie einleitend ausgeführt, wegen teilweise fragwürdiger Punktrichter- Entscheidungen.

Alle Ergebnisse der deutschen Teilnehmerinnen von Rotterdam:

48 Kg Christina Rupprecht (1. BC Augsburg) 13:20 PN g. Lydia Boussadia (FRA)
51 Kg keine DBV-Nominierung        
54 Kg Elena Walendzik (BSK Hannover - Seelze) 21:10 PS ü. Marta Maria Branas (ESP)
  Elena Walendzik (BSK Hannover - Seelze) 08:19 PN g. Elena Saveleva (RUS)
57 Kg Maike Klüners (SC Colonia Köln) 13:20 PN g. Becky Price (WAL)
60 Kg Julia Irme (KKV Regensburg) 07:15 PN g. Katie Taylor (IRL)
64 Kg Jule Jacob (BV Obernburg) 13:21 PN g. Laetitia Chevalier (FRA)
69 Kg Nadine Apetz (BV Verden) 08:21 PN g. Marichelle de Jong (NED)
75 Kg Andrea Strohmaier (BC 02 Augsburg) 14:18 PN g. Maria Kovacs (HUN)
81 Kg keine DBV-Nominierung        
+81Kg keine DBV-Nominierung        

Die Ergebnisse der Finalkämpfe um die EM von Rotterdam:

48 Kg Svetlana Gnevnova (RUS) 13:09 PS ü. Lynsey Holdaway (WAL)
51 Kg Nicola Adams (ENG) 15:08 PS ü. Sara Ourahmoune (FRA)
54 Kg Elena Saveleva (RUS) 16:12 PS ü. Sandra Drabik (POL)
57 Kg Natalia Biryuk (UKR) 15:14 PS ü. Lisa Whiteside (ENG)
60 Kg Katie Taylor (IRL) 10:05 PS ü. Sofia Ochigava (RUS)
64 Kg Gulsam Tatar (TUR) 10:04 PS ü. Armine Sinabian (ARM)
69 Kg Marichelle de Jong (NED) 21:12 PS ü. Maria Badulina (UKR)
75 Kg Nadezhda Torlopova (RUS) 13:11 PS ü. Nouchka Fontijn (NED)
81 Kg Svetlana Kosova (RUS) 17:06 PS ü. Sylwia Kusiak (POL)
+81Kg Semsi Yarali (TUR) 12:10 PS ü. Irina Sinetskaya (RUS)

Die Nationenwertung der EM von Rotterdam:

Rang Nation Gold Silber Bronze Gesamt
01 Russland 4 2 1 7
02 Türkei 2 - 2 4
03 Ukraine 1 1 5 7
04 England 1 1 2 4
05 Niederlande 1 1 - 2
06 Irland 1 - - 1
07 Polen - 2 2 4
08 Wales - 1 1 2
08 Frankreich - 1 - 1
10 Armenien - 1 - 1
11 Bulgarien - - 2 2
12 Schweden - - 1 1
12 Ungarn - - 1 1
14 Rumänien - - 1 1
14 Tschechien - - 1 1
14 Croatien - - 1 1
Summe Medaillen 10 10 20 40

Deutschland holte durch Elena Walendzik und Nadine Apetz, die beide den 5. Platz bei dieser EM erreichten, den 19. Rang in der Nationenwertung, der insgesamt 31 teilnehmenden Länder.

Alexander Mazur
24.10.2011

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